Heizungstaufe und 20-jähriges Jubiläum

Heizungstaufe und 20-jähriges Jubiläum

Landrat Wolfgang Blasig - HeizungstaufeNach nunmehr fast einjähriger Bauzeit ist unsere neue Heizanlage fast fertig. Gebaut wird nur noch an der neuen Hackschnitzelhalle, die bis Ende des Jahres auch fertig sein soll. Das und unser 20-jähriges Jubiläum waren für uns ein Anlass, Vertreter aus der Politik, der Verwaltung, den bauausführenden Firmen und Vertreter von Initiativen aus dem Fläming einzuladen, um zu feiern und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Img 1113

 

Thomas Heuser, einer unserer beiden Geschäftsführer, begrüsste die etwa 30 Gäste bei strahlendem Sonnenschein vor dem Heizwerk. Dann gab es kurze Ansprachen von Landrat Wolfgang Blasig (im Bild oben mit Sektflasche) und dem Kurortkoordinator Herrn Dr. Kirchner, der uns auch beste Grüße der Bürgermeisterin überbrachte. Herr Blasig bezeichnete das ZEGG als einen „Segen für die Region" und sprach seine Wertschätzung für unsere Arbeit aus. Danach gab es die symbolische Taufe unserer beiden neuen Heizkessel - Charlotte und Frederik - mit einer Magnum Flasche Sekt am alten Kamin.

 

Img 1165Andreas Schiller, der Planer der Anlage, stellte anschließend das Konzept und die Anliegen vor, die ihn bei der Planung begleiteten. Ein wichtiges Kriterium war, dass die Rohstoffe aus der Region kommen und auch die ausführenden Firmen hier ansässig sind.

Nun gab es noch die Möglichkeit, die neue Heizanlage im Detail zu besichtigen und Fragen an unseren Heizer Thomas Horn und an Herrn Schiller zu richten.

Der zweite Teil des Vormittags fand im San Diego Cafè statt. Unsere zweite Geschäftsführerin Silke Grimm begrüsste die Gäste zu einer einer von Dolores Richter moderierten Gesprächsrunde. Dabei ging es um die Rolle und eine mögliche Kooperation von Gemeinschaften, alternativen Projekten sowie Verwaltung und politischen Gremien bei einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung für die Region. Unter anderen zitierte Sie aus einem Gutachten des „Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" von diesem Jahr (WBGU, 2011), das: „Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation" betitelt ist. Ein Zitat daraus:

„Pioniere des Wandels haben eine überzeugende Veränderungsidee und eine erste Idee für deren Umsetzung. Sie vernetzen sich und gewinnen wichtige Mitstreiter. So schaffen sie es, die kritische Masse für die Veränderung zu gewinnen. Danach entwickeln sie die Idee in Schritten gemeinsam weiter. Die Veränderung von Routinen, der Rahmenbedingungen, die Bildung neuer Institutionen, ein Paradigmenwechsel schließen den Prozess ab." ....

Meistens handelt es sich dabei zunächst um einzelne Personen und kleine Gruppen (Kristof, 2010). Sie verbreiten Innovationen, indem sie eine Politik des „Weiterso- wie-bisher" hinterfragen, eine alternative Praxis schaffen und somit etablierte Weltbilder und Pfade in Frage stellen, ....

Für Genese und Wirksamkeit von Pionieren des Wandels, dies zeigt die Analyse verschiedener Beispiele, sind in der Regel vier Elemente entscheidend: Eine gewisse soziale Außenseiterstellung, die Verbindung mehrerer Wissensbereiche, die Integration in ein förderliches Netzwerk und günstige Gelegenheitsstrukturen der jeweiligen Zeit."

Silke Grimm stellte abschließend fest, dass es in unserer Region schon viele „Pioniere des Wandels" gibt und äusserte den Wunsch, uns weiter zu vernetzen und gemeinsam eine Region aufbauen, die von Innen heraus lebendig und widerstandsfähig sein wird – gegenüber den großen globalen Veränderungen, die von Außen kommen.

Img 1197In den folgenden eineinhalb Stunden wurde nicht nur eine Energiewende im Sinne von fossiler zu postfossiler Energie in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch die Notwendigkeit einer menschlicheren Kommunikationskultur. Gerade hier sei das ZEGG in vielen Schritten beispielgebend und Menschen aus dem ZEGG bei Veranstaltungen in der Region sehr willkommen, so Kurortkoordinator Dr. Kirchner. Als Pioniere des Wandels seien in unserer Welt des Umbruchs Projekte vonnöten, die integrierte Modelle anderen Lebens umsetzen. Mehrfach fiel der Wunsch, den (Hohen) Fläming als Energiewenderegion (Transition Region) zu etablieren, um Verwaltung und Alternativprojekten so eine gemeinsame Ausrichtung zu geben.

 

Bericht in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 30.11.11

Bericht in der Märkischen Allgemeinen vom 19.12.11

Img 9903

ZEGG

  • Forschungs- und Bildungszentrum GmbH
  • Rosa-Luxemburg-Str. 89
  • 14806 Bad Belzig
  • Telefon: +49 (0) 33841 595-100
  • Telefax: +49 (0) 33841 595-102
  • E-Mail: empfang@zegg.de

The ZEGG is a community of 90 adults and children. How can we create a sustainable and creative life and an awake awareness to promote issues of love and sexuality, ecology, community, and create policy. We invite you to visit us, especially our summercamp.