Ein Blick in die Welt zeigt: Die Krisen häufen sich und es wird immer klarer, dass das herrschende System der globalisierten Wirtschaft und der Zwang zum ewigen Wachstum die Gesellschaft spalten und viele Axiome unseres Zusammenlebens in Frage stellen.
Aber auf welchen Grundlagen und Werten soll ein neues Gesellschaft- und Wirtschaftssystem aufbauen? Denn kurzfristige Reformen haben keine nachhaltige Wirkung mehr, für einen Wandel braucht es ein radikales Umdenken.
Weltweit gibt es Vordenker und Projekte, die seit vielen Jahren an Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft forschen. Auch das ZEGG sieht sich in diesen Zusammenhängen. Wir arbeiten seit über 20 Jahren an einem Modell der Selbstorganisation jenseits von Hierarchie und Kollektivismus, an einer ökologisch nachhaltigen Gestaltung unserer Lebensgrundlagen und an der Frage, was es braucht, damit Liebe und Vertrauen zwischen Menschen wachsen können.
Gemeinschaft ist für uns ein Weg, aus der Ohmacht auszusteigen, die eigene Macht wiederzuerlangen und unsere Lebensumstände selbst in die Hand zu nehmen. Wir wollen überschaubare Utopien entwickeln. Nur wenn wir erleben, dass unser eigenes Leben veränderbar ist, können wir auch daran glauben, dass die Welt außerhalb von uns veränderbar ist. Dies für uns umzusetzen und für viele Menschen erfahrbar zu machen – darin sehen wir auch in Zukunft eine der Aufgaben für das ZEGG und für Gemeinschaften überhaupt.
Wir freuen uns über das Interesse zahlreicher Besuchern und wünschen uns, dass sich gemeinschaftliches Denken und Handeln in der Gesellschaft etabliert und dadurch die Grundlagen für ein solidarisches und lebensfrohes, sinnerfülltes Zusammenleben geschaffen werden.