Suche

Ausbildung im Öko-Landbau

Der Bewerbungsprozess für 2017 ist abgeschlossen!



UnknownStefanie Ring und Iris Jäger aus unserer Gemeinschaft sind mit dabei. Infos über den Marsch: http://civilmarch.org
Hier erste Eindrücke von Stefanie: Am 26. Dezember loszulaufen war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Normalerweise verbringe ich den Winter und besonders die Raunächte in Zurückgezogenheit. Aber als ich von dem Marsch hörte, gab es in mir einen so klaren Ruf wie selten: da möchte ich dabei sein.

Wir liefen also von Tempelhof mit ca. 300 Leuten los. Die Initiatorin Anna Alboth ist polnische Journalistin, so waren die Hälfte der Teilnehmer Polen, die Gruppensprache englisch. Von Anfang an stürzte sich die Presse auf uns, v.a. auf die Menschen mit Gepäck. Eigentlich bin ich foto- und aufnahmescheu, aber natürlich ist die Aufmerksamkeit ein wichtiger Bestandteil unseres Marsches, also gab ich bald ein erstes Interview.

Wir liefen teilweise im Regen, ich wusste nicht was als Tagesziel
geplant war, es gab gute Unknown 1Gespräche, schöne Blickkontakte und keine Pinkelpause bis Mahlow. Dort wurde die offizielle Demonstration aufgelöst und wir – mittlerweile auf ca. 130 Menschen geschrumpft – suchten uns einen Schlafplatz in einer Turnhalle. Noch hatten wir uns nicht als Gruppe gefunden und so verliefen die Diskussionen auch – oft hätte ich mir eine zegg-routinierte Moderation gewünscht. Gab es aber nicht – nach 6 Stunden Diskussion versuchten wir dann zu schlafen unter gleißendem Neonlicht und in schlechter Luft. Am Morgen hatten wir Muskelkater, bei vielen gab es auch Blasen. Hektisch rief uns ein Frühstück, damit wir rechtzeitig zur Demo wieder auf der Straße waren. Sonst fährt die Polizei ohne uns los - und wir dürfen nicht mehr weiter.

Inzwischen war ich zwei Wochen dabei und mit der Zeit entwickelte sich ein Überblick, ein gemeinsames Essen und die Gewissheit, dass es um den Weg geht und nicht um ein Ziel. Denn ich weiß nicht einmal, ob es wirklich klug ist, in Aleppo anzukommen. Die Nächte waren bis auf die Silvesternacht in beheizten – wenn auch manchmal sehr engen- Gebäuden. Die abendlichen Diskussionen wandelten sich: mal gab es Konzerte uns besuchender Syrer, mal tobten in der Turnhalle Kinder, mal entstand die ’Akademie’ und wir sahen Filme und hörten Vorträge über die Situation in Syrien und über die Reaktion auf unseren Marsch in anderen Ländern.

Unknown 2Eine polnische Schule hatte einen kleinen Film gedreht, in dem Kinder erzählen, was sie sich von der Politik wünschen. Weil sie nicht mitlaufen konnten, haben sie stellvertretend Kuschelbären mit ihrem Namen zu uns geschickt, die jetzt mit dabei sind. Die Gruppengröße variierte zwischen 300 und 80 Menschen, ca. alle zehn Tage ist ein Pausentag in einer größeren Stadt geplant und es gab einen beständigen Wechsel. Manche kommen für die Wochenenden dazu. Letztlich ist ja jeder ist eingeladen, einen Teil der Strecke mitzulaufen!

Das Wertvolle an der Tour sind die Reaktionen der Menschen, die dankbar sind, dass wir bei Ihnen durchkommen, dass wir ein Zeichen  setzen, dass die Menschen in Syrien nicht vergessen werden. Dazu gäbe es viele Geschichten zu erzählen, denn was zählt, sind immer die Begegnungen mit Menschen. Meine größte Sorge, krank zu werden ist nicht eingetreten, es tat gut, jeden Tag in Bewegung zu sein. Jetzt mache ich eine kurze Pause in Bad Belzig, aber ich werde so bald wie möglich wieder weitergehen und zu Iris dazu stoßen, die mit der Gruppe nun schon in Tschechien ist. Dann bin ich auch etwas vorbereiteter, was mich auf dem Marsch erwartet.



ZEGG
Bildungszentrum gGmbH

Rosa-Luxemburg-Str. 89
14806 Bad Belzig

 

Telefon: +49 (0) 33841 595-100
Telefax: +49 (0) 33841 595-102
E-Mail:
Web: www.zegg.de

 

Bankverbindung

ZEGG gGmbH
GLS Bank
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE46 4306 0967 4006 7269 01


Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.