Erst durch Einbettung in eine Gemeinschaft kann ein Mensch alle seine Potenziale entfalten. So wie alle Lebensprozesse in der Natur über Verbindung und Rückkopplung funktionieren, brauchen Menschen für ihre Entwicklung soziale Rückkopplung. Daher ist eine Voraussetzung für Leben in Gemeinschaft die Bereitschaft, sich für Rückmeldungen der anderen zu öffnen und antrainierte Verhaltensmuster zu hinterfragen. Diese Bereitschaft wächst mit der grundlegenden Erfahrung von Akzeptanz und Vertrauen.
Es ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen, Teil eines von ihm als sinnvoll erachteten größeren Ganzen zu sein und zu diesem Ganzen etwas beizutragen. Je mehr wir uns unserer Verbundenheit bewusst werden, desto größer werden die Anteilnahme an dem, was uns umgibt und die Bereitschaft, unsere Lebensumstände verantwortlich mitzugestalten.
Unsere derzeitige Kultur fördert die Illusion des autonomen Individuums, das unabhängig von seiner Umgebung lebt. Diese Kultur der Trennung führt individuell zu Vereinzelung und Einsamkeit und kollektiv zu der tief greifenden ökologischen und sozialen Krise, die wir global derzeit erleben. Diese Krise können wir nur mit neuen Formen gemeinschaftlichen Denkens und Handelns überwinden. Um diese zu entwickeln, haben wir uns bewusst entschieden, in Gemeinschaft zu leben.
Weiterführende Texte aus dem ZEGG Reader:
Gemeinschaft_als_soziales_Kunstwerk-ZEGG.pdf
