"Nachhaltigkeit erfordert, Waren des täglichen Gebrauchs auf den Böden der eigenen Landesfläche zu produzieren. Dazu gehören Nahrungsmittel.... Gewähr dafür bietet eine verlustarm betriebene Kreislaufwirtschaft." *
Der Garten versorgt die Gemeinschaft und die Seminargäste 6 Monate im Jahr mit Obst und Gemüse. Es wird täglich geerntet, in der Küche verarbeitet und kommt frisch auf den Tisch. So ist die Verpflegung im Restaurant der Jahreszeit entsprechend und nach ökologischen Kriterien erzeugt. Die Reste werden kompostiert und im Garten ausgebracht. Wer diesen Kreislauf miterlebt, fühlt sich mit dem Land verbunden und erlebt auch das Angewiesensein des Menschen auf die Natur. Die ZEGG-Gemeinschaft will das Bewusstsein dafür bei seinen Gästen stärken und so zur Umweltbildung beitragen.
Der Garten ist etwas größer als 1ha und wird nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Es werden keine Herbizide, Fungizide oder künstlichen Düngemittel verwendet. Stattdessen nutzt das ZEGG Gründüngung und wechselt regelmäßig die Fruchtfolge. Auf diese Weise konnten die Erträge bei gleich bleibender Anbaufläche über die Jahre gesteigert werden.
Im Garten wachsen Salate und Blumen, Gemüse wie Möhren, Lauch oder Grünkohl und verschiedene Obstsorten. Anders als im sandigen Fläming ist die Erde des Gartens inzwischen relativ reich und fruchtbar - ein Geschenk, das die Gärtner des ZEGG mit aufgebaut haben. Der Garten ist kein kommerzieller Betrieb, sondern ein Nutz- und Schaugarten. Jeder Gast kann sich hier daran erinnern, was es heißt, auf der Erde zuhause zu sein.
*aus: Zukunftsfähiges Brandenburg: „Von der Vision einer nachhaltigen Entwicklung zur Gestaltung" (April/2004) vom Beirat für Umwelt und Landnutzung

