"Da das regionale Klima zu einem großen Teil vom Wasserhaushalt der Landoberfläche mitbestimmt wird, besteht ein besonderer Handlungsbedarf für die Wasser-, Land- und Forstwirtschaft. Dazu gehört die Rückführung biologisch geklärten Abwassers in die Landschaft." *
Es ist üblich geworden, das Wasser aus der Straßen- und Dachentwässerung direkt in die Kanalisation und in die Flüsse zu leiten, wodurch das Grundwasser immer mehr Zulauf verliert. Das ZEGG hat auf seinem Gelände dafür gesorgt, dass das Wasser wieder im Boden versickern kann. Die Dachentwässerung wird gänzlich versickert. Auf dem Gelände wurde viel Boden entsiegelt. Durch die Anlage von Gründächern wurde der Ablauf des Wassers weiter verlangsamt.
Seit 1992 ist eine Pflanzenkläranlage in Betrieb. Sie reinigt die gesamten Abwässer in einem künstlich geschaffenen Feuchtbiotop. Gleichzeitig bietet das Biotop einen neuen Lebensraum für Tiere. Die Pflanzenkläranlage arbeitet mit einem viel geringerem Wartungs- und Energieaufwand als übliche Kläranlagen und spart damit CO² ein. Das gereinigte Abwasser wird über einen Schönungsteich dem Wasserkreislauf zugeführt.
Das ZEGG hat so einen geschlossenen regionalen Wasserkreislauf aufgebaut: Das Wasser kommt aus drei Brunnen und wird in einem Kalkfilter aufbereitet, es wird genutzt, natürlich gereinigt und kann dann versickern.
* aus: Zukunftsfähiges Brandenburg: „Von der Vision einer nachhaltigen Entwicklung zur Gestaltung“ (April 2004) vom Beirat für Umwelt und Landnutzung
