LutterbeckWir wollen uns weiterentwickeln, als Menschen und auch als System ZEGG. Dazu haben wir vor kurzem den integralen Unternehmensberater Rolf Lutterbeck eingeladen. Solche internen Weiterbildungen sind immer spannend, weil wir gleichzeitig Impulse bekommen und manchmal auch eine neue gemeinsame Sprache. Rolf arbeitet mit Spiral Dynamics in Unternehmen und auch mit anderen integralen Weiterentwicklungen dieses Modells, z.B. den StAges von Terri o’Fallon.

Entwicklungshierarchien

Sie zu beschreiben ist nicht einfach, da ja schon die Beschreibung und Wortwahl die Perspektive selbst beinhaltet. Zu wissen, dass wir alle von unterschiedlichen Werten geprägt und aus verschiedenen Perspektiven handeln ist für eine Gemeinschaft jedoch von unschätzbarem Wert, denn es schafft ein differenzierteres Verständnis für unsere Kommunikation. Denn dann geht es nicht mehr darum, wer Recht hat, sondern welchen Aspekt die Meinung dieses oder jenes Menschen verkörpert und nachzuprüfen ob und wie er damit einen Beitrag zum Ganzen liefern kann.

Wie können wir uns weiterentwickeln? Systeme können sich aus folgenden Gründen verändern: Einerseits, wenn die antizipierten Vorteile des Soll-Zustands groß sind. Und andererseits, wenn auch die Nachteile des Ist-Zustands groß sind. Wenn also sowohl die Vision als auch der aktuelle Leidensdruck groß genug sind.

Von grün zu gelb

Hier wurde die Arbeit mit Rolf für uns konkret spannend. Denn unsere Gemeinschaft ist noch stark an „grünen“ Werten (nach Spiral Dynamics) orientiert: alle Meinungen werden gehört, wir sind pluralistisch und jede Stimme zählt gleich viel. Zugleich erhalten dadurch Störungen und individuelle Befindlichkeiten Einzelner viel Aufmerksamkeit, da Harmonie und Verbundenheit und als wichtiger erachtet werden als eine effiziente Zielerreichung. Die „grünen“ Werte schaffen also einerseits ein Heimatgefühl im WIR, aber andererseits auch immer wieder das Gefühl von Stagnation oder Blockade. Nun suchen wir eine Stufe, in der wir nicht mehr den emotionalen Triggerpunkten und Befindlichkeiten Einzelner ausgeliefert sind – die aber trotzdem die Stimmen und Eingebungen der Einzelnen berücksichtigt und so die kollektive Intelligenz vergrößert. Die Einführung und ständige Weiterentwicklung der Soziokratie ist hier ein wichtiger Schritt im ZEGG.

Was ist das Neue?

Durch eine Aufstellung an diesem Samstagmorgen wurde klar, dass der Leidensdruck für weitere Veränderung zwar da ist, aber die Zugkraft des Neuen noch schwach ausgeprägt ist. Also nahmen wir als Hausaufgabe mit, stärker zu definieren, wie eine positive Vision der Veränderung aussehen könnte, die wir uns wünschen.

Dabei könnte aus dem ZEGG ein „grünes“ Projekt mit einem „gelben“ Dach werden. An dieser Stelle zu erklären, was „grüne“ oder „gelbe“ Werteperspektiven sind, überschreitet diesen Artikel – es gibt auf der Seite von Rolf Lutterbeck spannende Hintergrundartikel dazu: www.rolfl.de

Der Tag mit Rolf Lutterbeck war ein guter weiterer Schritt innerhalb einer grundsätzlichen Bewusstseinsentwicklung, die unser Wirken als Gemeinschaft und Seminarzentrum betrifft.

                                                                                                                         Barbara Stützel

 



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