ZEGG Gemeinschaft 2018 1Jede*r Bewohner*in im ZEGG hat ihren*seinen ganz eigenen Weg, wie sie*er zur Gemeinschaft gefunden hat. Auch die elf Wintergäste, die derzeit im Dachgeschoss über dem Restaurant leben, haben einen unterschiedlichen Zugang zum ZEGG gehabt. Ihre Mitbewohner*innen, die „Freiwilligen“ wählten noch einmal einen anderen Weg in die Gemeinschaft, in dem sie einen Freiwilligendienst absolvieren und die Gemeinschaft so kennenlernen. Zusammen sind so derzeit 18 Menschen in den acht kleinen Räumen mit vielen Dachschrägen untergebracht.

Die Wintergast-Zeit im ZEGG liegt für Einstiegswillige nach dem Gemeinschaftskurs und der Saisonnier-Zeit und ist Teil des Einstiegsprozesses. Es ist eine Zeit, in der sie die Gemeinschaft näher kennenlernen als im Gemeinschaftskurs, wo sie sich vor allem mit sich als Gruppe beschäftigt haben. Es ist damit auch eine Gelegenheit zu prüfen, ob das ZEGG wirklich passt als Lebensort. Die Saisoniers und Saisonieren haben ehrenamtlich verschiedene Arbeitsbereiche unterstützt – dieses Jahr waren das zum Beispiel Küche, Garten, Geländeteam, Gästehaus, Kinderhaus und Öffentlichkeitsarbeit. Nun arbeiten Sie zum Teil weiterhin mit, zum Teil gehen sie Beschäftigungen außerhalb nach. Außerdem können sie an Veranstaltungen wie dem Gemeinschaftsnachmittag am Mittwoch oder Matineen am Sonntag teilnehmen. So tauchen sie immer mehr in die Gemeinschaft ein. Dieses Jahr wollten alle zehn der „Saison-Kräfte“ bleiben und die Gemeinschaft hatte bei keinem*keiner schwere Bedenken, so dass auch alle als Wintergäste weiterhin am Platz sind. Eine Person kam zusätzlich zur Gruppe. Während der nächsten Monate leben sie weiter zusammen mit den Freiwilligendienstler*innen in der sogenannten „Sternwarte“, einer großen Wohngemeinschaft über dem Restaurant. Spätestens nächstes Jahr, wenn eine neue Generation an Saisoniers und Saisonieren nachrückt, verteilen sich die aus dem Vorjahr dann auf die WGs am Platz. Schon jetzt haben einige Wintergäste die Fühler ausgestreckt und wohnen zur Probe in Wohngemeinschaften.

Einige der neuen kennen das ZEGG schon aus unzähligen Besuchen und Mitarbeitswochen, manche haben erst mal ein oder zwei Jahre vergehen lassen, bevor sie sich nach dem Gemeinschaftskurs dafür entschieden haben, auch die Sommer-Saison-Zeit mitzumachen, wieder andere haben Partner oder Partnerin im ZEGG und entscheiden sich auch deshalb für die Gemeinschaft. Gut vernetzt sind die Neuen schnell, unter anderem durch die Integration in eine Kochgruppe und Arbeitsbereiche, aber auch durch die Gemeinschaftsnachmittage und Mitarbeit bei den Festivals.

In der jetzigen Form als Wintergast zu bleiben war für die Saisoniers und Saisonieren ein Schritt. Im Frühjahr entscheidet sich dann die Gemeinschaft, wen sie tatsächlich zu sich einlädt. Für die Ausgewählten beginnt dann ein Jahr als Einsteiger*innen, in dem beide Seiten noch einmal genau prüfen können, ob sie sich „ewig“ binden wollen. Und erst dann, nach zwei Jahren Dasein im ZEGG ist es möglich, Vollmitglied zu werden mit allen Rechten und Pflichten. Denn bis jemand fähig ist, die Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft auf allen Ebenen zu tragen und zu halten, ist es erfahrungsgemäß ein längerer Prozess. Und es gibt Spielraum, gegenseitig zu fühlen, wie weit sich die Einzelnen schon hinein integriert haben und wo noch nicht…

 



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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.

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