komobMeist ist das ZEGG eine Oase der Stille. Außer in den Augenblicken, wenn das Multicar vorbeigetuckert kommt und ohrenbetäubend knattert und stinkt. Leider ist es trotzdem aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Wir brauchen es für Transporte am Platz und in die nähere Umgebung. Das Geländeteam kann damit bis zu zwei Tonnen bewegen, beispielsweise Baumaterial, aber auch Wassertanks und Baugerüste. Es dient uns im Winter als Schneepflug, im Sommer hilft es bei der Ernte im Garten, bei Festivals und beim Großzeltaufbau unterstützt es die Logistik.

Es stammt noch aus der DDR und der Motor hat eine sehr schlechte Verbrennungsleistung . Das Multicar war aber nur ein Anlass, über Mobilität im ZEGG grundsätzlicher nachzudenken. Wir wollen unsere Öko-Bilanz verbessern und unseren Fuhrpark modernisieren.

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Unser "neuer" Multicar

Dafür veranstalteten wir zu Silvester ein thematisches Fundraising zum Thema „Öko-Mobilität“. Unsere Gäste erfuhren nebenbei auch noch einiges über den ZEGG-Fuhrpark.

Damit wir nicht alles mithilfe von fossilen Brennstoffen bewegen müssen, gibt es seit fünf Jahren ein Lastenrad mit elektrischem Unterstützungsmotor. Damit werden kleinere Transporte am Platz gemacht, so wird in der Festivalzeit das Essen zu den Außenküchen gebracht. Inzwischen hat das Rad etwa 3000km auf dem Tacho und hat unzählige Fahrten mit dem Auto erspart. Unser Opel Combo, ein Kastenwagen, ergänzt die Transportmöglichkeiten, zusätzlich gibt es einen Anhänger mit Plane. Ein Radlader hilft uns bei der Holzhackschnitzel-Heizung und auf Baustellen aller Art. Weder der Kastenwagen noch der Radlader sind elektrisch betrieben und zumindest bei letzterem ist das zurzeit auch nicht umsetzbar. Viele Bewohner*innen und Gäste nutzen zum Transport am Platz unsere praktischen Handkarren und kommen so ganz ohne Treibstoff aus - abgesehen davon, was sie nachher im ZEGG-Restaurant an Energie zu sich nehmen.

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An unserer Mobilitäts-Öko-Bilanz wollen wir weiter schrauben. Der erste Schritt ist schon geschehen – ein neues gebrauchtes Multicar ist angeschafft worden. Es hat ein paar Jahre weniger auf dem Buckel und die Verbrennung läuft sauberer – von außen verursacht es weniger Gestank und Lärm. Ein weiteres Lastenrad für die Transporte am Platz ist da. Und perspektivisch würden wir gern den Kastenwagen durch einen mit Elektroantrieb ersetzen. Den Strom produzieren wir selbst – fast vollständig aus erneuerbaren Energien. Somit ist es naheliegend im ZEGG auf Elektromobilität zu setzen.

Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Mobilität nie ganz ohne Kompromisse geht. Auch ein E-Auto hat Reifenabrieb (eine der größten Quellen von Mikroplastik in Deutschland laut Umweltbundesamt), in der Produktion entsteht bei einem Elektro-Auto sogar mehr CO2 als bei einem mit Verbrennungsmotor. Wir wollen daher weiterhin auf Gebrauchtfahrzeuge setzen und diese intensiv und lange nutzen und zusätzlich dazu ermutigen, die individuelle Mobilität zu überdenken. Nicht umsonst haben wir für Bewohner*innen neben einem Carsharing-System auch übertragbare Monatskarten für den öffentlichen Nahverkehr.



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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.

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