Pfingsten onlineAls wir nach dem Osterfest auch das Pfingstfestival absagen mussten, waren viele von uns enttäuscht und demotiviert. Doch nicht lange – dann wie Phönix aus der Asche entstand bei Eva Weigand das Bild eines Online-Events und konnte immer mehr Menschen begeistern. Das Resultat war ein doppeltes Experiment: Unser ERSTES virtuelles Festival und eine GLEICHZEITIGE Intensivzeit der ganzen Gemeinschaft!

Das Kernteam Eva Weigand, Simon Schramm und Kati Magyar verwandelte die Aula in einen wundervoll inspirierenden Coworking-space und versammelte eine stetig wachsende Schar Menschen mit verschiedensten Kompetenzen um sich. So konnte z.B. in kürzester Zeit eine neue Webseite mit Zahlfunktion und Videokonferenzen entstehen. Vor allem Lennart Schütz, unserem IT Fachmann, war es wichtig, dafür nicht auf kommerzielle Software zu setzen, sondern auf das datenschutzkonforme Open-Source-System 'Big Blue Button': „Unser Pilotprojekt hat einen technologischen Meilenstein gesetzt, den nicht nur wir sondern auch andere Gemeinschaften im Rahmen von GEN künftig nutzen können“.

Durch die etwas geringeren menschlichen Ressourcen, die für das Online-Festival nötig waren, konnte die Gemeinschaft zum ersten Mal parallel zu einer Großveranstaltung eine Intensivzeit durchführen – und die beiden Teile dieses doppelten Experimentes haben sich gegenseitig beflügelt: „Getragen von der gemeinsamen Energie der Vormittage konnten Eva und ich so wunderbar in unsere Moderationen starten. Das waren ganz besondere Erlebnisse“, schwärmt Simon.

Die vielen neuen Aufgaben ließen uns wachsen und weckten bei vielen von uns ganz neue Kompetenzen. Zisula und Rainer fühlten sich vor der Kamera so wohl, als hätten sie schon immer Online-Seminare geleitet. Hagara und Christine rockten den virtuellen Dorfplatz mit Witz und Charme, dass es für die Zuschauer beim Public Viewing in der Dorfkneipe eine wahre Freude war. Uwe tauschte Akkuschrauber mit Laptop und wechselte souverän zwischen der Einrichtung von „Separees“ für intimeren Austausch und der emotionalen Unterstützung der Moderator*innen.

Besonders erstaunlich war die Intimität, die in den virtuellen Gruppen entstehen konnte. Selbst ein über ganz Deutschland verteilter Tantra-Workshop war so möglich – u.a. auch mit einigen Paaren vor dem knisternden Kamin im Blauen Salon :)

Am letzten Abend wurde dann auch die traditionelle Fundraising-Runde in den virtuellen Raum verlegt und konnte durch die Nähe der Kamera ein ganz besonderes Gefühl von Verbundenheit erzeugen. „Ihr habt mit so viel Liebe und Hingabe unter den gegebenen Umständen einen Raum kreiert, in dem ich mich geistig, emotional und körperlich sehr verbinden konnte mit den Themen Lebenskraft, Sex, Eros und Lebensfreude“, bringt es ein Teilnehmer auf den Punkt.

Dass wir so ein neues Format in so kurzer Zeit für uns und unsere Gäste so erfolgreich umsetzen konnten, hat uns begeistert. Durch die sehr kurze Vorlaufzeit, das gute Wetter zu Pfingsten und die gelockerten Ausgangsbeschränkungen hatten wir zwar nicht die Teilnehmerzahl, die wir erhofft hatten, und durch die Zusatzausgaben entsprechend finanzielle Einbußen. Nochmal DANKE an die vielen Menschen, die uns mit Spenden unterstützt haben!

Insgesamt war das doppelte Experiment für die ganze Gemeinschaft ein großer Wachstumssprung. Neue Menschen konnten in neuen Bereichen Verantwortung übernehmen. Und neue Menschen, die sonst aufgrund der Entfernung nicht gekommen oder gar geflogen wären, konnten ganz entspannt vor dem heimischen Bildschirm teilnehmen. Unser erstes Online-Event war also auch ein Baustein für mehr Nachhaltigkeit und experimentelle Festivalgestaltung. Wir werden das Format in Zukunft weiter entwickeln. Auch beim Sommercamp , wo wir uns endlich wieder persönlich treffen können, wird es interaktive Online-Elemente geben – wir freuen uns darauf!



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