stop ecocideAls Extinction Rebellion an Ostern 2019 die Innenstadt von London so friedlich und so kreativ blockierte, ist Polly Higgins gestorben. Die schottische Anwältin konnte den großen Erfolg und die weltweiten Auswirkungen der Blockade nicht mehr feiern – aber ihr Lebenswerk hat seitdem begonnen, die Welt zu verändern. Jetzt wird das ZEGG offizieller Partner ihrer Organisation Stop Ecocide.

Polly war eng mit den Gründern von Extinction Rebellion befreundet und gilt inspirierendsten Persönlichkeiten der grünen Bewegung. Sie gab eine erfolgreiche Karriere als Rechtsanwältin auf, um sich dem Thema zu widmen: Wie kann Ökozid, also die umfangreiche Beschädigung oder Zerstörung von Ökosystemen, möglichst schnell und möglichst global verhindert werden?

Ihre Idee ist so einfach wie genial: Sie legte der Rechtskommission der Vereinten Nationen einen Vorschlag vor, wonach Ökozid als fünftes internationales Verbrechen gegen die Menschheit anerkannt werden soll. Wie radikal würde sich die Welt verändern, wenn Konzernbosse und Politiker persönlich und in jedem Land der Erde für die Vernichtung von Lebensräumen zur Verantwortung gezogen werden könnten?

Es gab Zeiten, da war Sklaverei moralisch vertretbar. Dem langsamen Wertewandel in der Bevölkerung folgte dann schlagartig die rechtliche Ächtung, als der soziale Kipppunkt erreicht war. Wenn Moral zu Recht wird, verändert sich die Welt. Genau das brauchen wir jetzt, und genau das beginnt jetzt! In den Sommercamp-Vorträgen von Extinction Rebellion und Roman Huber von „Mehr Demokratie“ wurden die aktuellen Erfolge genannt, die Polly´s Lebenswerk gerade erfährt:

In einem offenen Brief an die EU fordern tausende Menschen und bekannte Persönlichkeiten wie Greta Thunberg, die Klimakrise endlich mit ganz konkreten Maßnahmen als globale Katastrophe zu behandeln. Die zweite der sieben Forderungen: Ökozid muss als internationales Verbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof geahndet werden. Und der von Präsident Macron eingesetzte französische Klima-Bürgerrat schlägt die strafrechtliche Verfolgung von Ökozid sogar als erste seiner 149 Maßnahmen vor.

Auch in Schweden, den Niederlanden, Belgien oder Großbritannien gibt es starke Initiativen, um Ökozid endlich zum international anerkannten Verbrechen zu machen. „Unter dem zunehmenden Druck beginnen Konzerne und Versicherungen bereits, ihre Investitionen zu ändern“, berichtet Polly´s Nachfolgerin Jojo Mehta. „Leider fehlt es insbesondere in Deutschland noch an einem breiten Bewusstsein für die Tragweite des Themas“, bedauert sie. Das möchten wir im ZEGG ändern!

Wir werden Ökozid auf unsere Agenda nehmen, unsere Gäste darüber informieren, auf unseren Festivals dazu sprechen und eine offizielle Partnerschaft mit „Stop Ecocide“ eingehen. Je mehr Menschen, Interessengruppen, Politiker und Journalisten die Kraft der Kriminalisierung von Naturzerstörung erkennen und Ökozid als Verbrechen bezeichnen, desto stärker wird die Dynamik für die erforderliche Gesetzesänderung.

Ab einem einmaligen Beitrag von 5 EUR kannst auch DU ein „Earth Protector“ werden – und schon das bloße Sprechen über Polly´s Idee stärkt den notwendigen Wertewandel.

 



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