GrafikWelt 300x300„Ach, deine Schwester habe ich auch schon kennen gelernt, als ich neulich in Sieben Linden/ ZEGG war. Wie kommt es, dass ihr beide in Gemeinschaften lebt?“ Diese Frage taucht immer wieder auf, denn wer sich mit Gemeinschaften beschäftigt, trifft meist zwei Mal auf den Namen Stützel: Eva Stützel in Sieben Linden und Barbara Stützel im ZEGG. Hier kommt der Versuch einer kurzen Antwort.


Familie Stützel – der Vater liebt Natur, er bringt schon früh die Schwestern zum Wandern und Zelten. Und verkörpert Politik: „Wer begabt ist, muss Verantwortung übernehmen“, so ein frühes Credo. Beides hat sich tief in den Schwestern eingeprägt. Sie gehen jede ihren eigenen Weg, die eine Richtung Spiritualität und Kunst, die andere Richtung Ökologie und Politik. Der Vater wird krank und sie ziehen zusammen. Gründen eine WG, die durch das selbstverständliche Familienband sehr intim und nah wird, gleichzeitig aber frei. So sollte man immer leben, denken beide. Die eine interessiert sich für die Frage, warum die Menschen so sind, wie sie sind, die andere für Veränderung und Heilung – und beide führt diese Suche zum Psychologiestudium. Eva zieht nach dem Diplom gleich ins Ökodorf, Barbara dreht noch eine Schlaufe in Therapieausbildung und Kleinfamilie. Inspiriert durch Gemeinschaften guckt sie sich weiter um und entdeckt später auf ihrem Weg das ZEGG, in dem sich ihre sozial künstlerische Seele sehr zu Hause fühlt.
Und so hat jede die Gemeinschaft gefunden, die zu ihr passt. Die Nähe bleibt, der Austausch ist fruchtbar. Obwohl beide sich sehr verschieden vorkommen, landen sie immer wieder am selben Platz. Kaum hat Barbara eine spanische Erfahrungswoche kreiert, sieht sie die französische im Sieben Linden Programm von Eva auftauchen - ohne dass Eva von Barbaras Angebot wusste. Beide zieht es unabhängig voneinander in die Öffentlichkeitsarbeit, aber auch in Seminare und Gemeinschaftsberatung. Die väterliche Botschaft klingt nach: Gemeinschaft ist kein Selbstzweck, es geht darum, wirksam zu sein, die Erfahrungen weiterzugeben.
Seit zwei Jahren arbeiten sie nun auch bewusst zusammen – in Gemeinschaftsberatungen und dem von Eva konzipierten Gemeinschaftskompass (14.-17.10. im ZEGG, November in Sieben Linden).
Der Gemeinschaftskompass wurde basierend auf den Erfahrungen des Aufbaus des Ökodorfs Sieben Linden entwickelt, und er ist gleichzeitig in jeder Entwicklungsphase inspiriert worden vom Gedankenaustausch mit anderen Gemeinschaftsmenschen.
Er identifiziert 7 Aspekte, die wesentlich sind, um erfolgreich Gemeinschaften aufzubauen und weiterzuentwickeln: Individuen, Gemeinschaft, Intention, Struktur, Praxis, Ernte und Welt. Alle 7 Aspekte brauchen Aufmerksamkeit und bewusste Pflege, um ein Projekt zum Blühen zu bringen. Zentral ist dabei der Bereich der Individuen in Gemeinschaft. Wie viel Ich und wie viel Wir braucht eine Gemeinschaft und wie kann dieser Bereich so gestaltet werden, dass persönliche und gemeinschaftliche Bedürfnisse sich bereichern und Synergie entsteht? Hier hat das ZEGG viele Jahrzehnte Erfahrung, die Barbara in ihrer Arbeit mit dem ZEGG Forum weitergibt. Und so fließen in diesem Seminar die Erfahrungen zweier großer Gemeinschaften durch die Zusammenarbeit der Schwestern zusammen.
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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.

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