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Kläranlage Winter 2012Zwischendurch schienen wir fast am Ziel, jetzt ist wieder alles offen. Die Entscheidung über unseren Anschluss an das öffentliche Trink- und Abwassernetz wird nach einigem Hin und Her zwischen Politik und Verwaltung nun wahrscheinlich doch bei den Stadtverordneten von Bad Belzig liegen. Allerdings werden sich diese frühestens Ende 2013 damit befassen. Der Anschluss an die öffentliche Versorgung würde das Aus für unsere Trinkwasserförderung und unsere ökologische Pflanzenkläranlage bedeuten.

Ob es uns gelingen wird, Öffentlichkeit und Stadtverordnete von unserem ökologischen Modellprojekt zu überzeugen, hängt von vielen Faktoren ab. Eines ist sicher: wir werden einen langen Atem brauchen und halten Euch an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Als uns die Nachricht vom drohenden Zwangsanschluss aus dem Bauausschuss der Stadt letzten Sommer erreichte, hat sie der ganzen Gemeinschaft einen ziemlichen Schrecken versetzt. Die eigene Trinkwasserförderung und Abwasserentsorgung sind Herzstücke unseres ökologischen Lebens und Wirtschaftens, ohne sie wäre das ZEGG ein anderes. Es war schnell klar: Wir brauchen eine Kampagne, um auf unsere Situation aufmerksam zu machen. Dazu gehörten Pressearbeit in den lokalen Medien, ein Flugblatt und eine Unterschriftenliste, die im Internet zugänglich war und hier bei uns auslag. Unsere internationalen Kontakte haben uns viel Unterstützung aus aller Welt gebracht. Nachdem die erste Schritte getan waren, schien uns bei weiterem Nachdenken mit dem Thema Wasseranschluss auch unsere Verbindung zur Stadt Bad Belzig und zur Region angesprochen. So als ob wir einen Schubs bekommen sollten, uns stärker mit unserer Umgebung zu verbinden. Wir haben unseren Fokus seit Herbst letzten Jahres auf Gespräche in Stadt und Region gelegt, um unser Anliegen des ökologischen Wirtschaftens zu vermitteln. Für viele unserer Gesprächspartner war ja zuerst einmal die ökonomische Frage im Vordergrund - denn mit dem Anschluss entstünden Gebühren und damit Einnahmen für die Stadt. Dass es uns aber weniger darum geht, Geld zu sparen, sondern ressourcenschonend und im Einklang mit der Natur zu wirtschaften, haben wir in Gesprächen und bei Besuchen von Politikern vor Ort zu vermitteln versucht.

Einen kleinen Lichtblick gab es Anfang Dezember, als sich der Hauptausschuss der Stadt mit unserem Anliegen befasste. Während der Sitzung zeigte sich, was uns schon vorher in Gesprächen aufgefallen war - viele Menschen aus Politik und Verwaltung sind dem ZEGG wohlgesonnen und an einer Zusammenarbeit interessiert. Viel Wertschätzung haben wir von der Bad Belziger Bürgermeisterin Hannelore Klabunde bekommen, besonders im Hinblick auf unseren Beitrag für die Entwicklung der Region. Deutlich wurde zudem, dass eine dezentrale Abwasserentsorgung für einige Ortsteile von Bad Belzig sinnvoller und kostengünstiger sein könnte als ihr Anschluss an die zentrale Anlage - so könnte unsere Pflanzenkläranlage Modell für ökologische Lösungen in der Region sein. Der Hauptausschuss empfahl, die städtischen Satzungen über Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu überarbeiten und für ökologische Modellprojekte wie unseres zu öffnen.

Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass eine solche Satzungsänderung nicht ohne weiteres umgesetzt werden kann. Auch die befristete Ausnahmegenehmigung, die uns von Seiten der Bürgermeisterin zeitweilig in Aussicht gestellt wurde, wird es nicht geben. Nach einigem Hin und Her zwischen Politik und Verwaltung sind nun doch wieder die Stadtverordneten gefragt. Wir brauchen eine politische Entscheidung, damit die Prüfung der Genehmigungsfähigkeit unserer Anlagen durch die Behörden weiter gehen kann. Der Zeitpunkt der Entscheidung im Stadtparlament ist noch unklar, es wird aber frühestens Ende 2013 sein.



ZEGG – Bildungszentrum gGmbH
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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.

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