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bangladeshAm Dienstag, den 25.6. besuchten die Menschenrechtsaktivisten Mahafuza Akther und Bhapppa Chowdurry- der Organisation „Bangladesh Institut for Theatre Arts", das ZEGG. M. Akther und B. Chowdurry hatten die letzten drei Monate über das „ASA Programm", des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) am GRIPS Theater in Berlin Projekte mit Schulklassen gemacht. Dabei nahmen sie sich kritischen Themen, wie Klimaveränderungen und Wasser an.Mara Schepsmeier, derzeitige ASA Teilnehmerin und Sisir Dutta, Leiter der NGO, begleiteten die beiden ins ZEGG.

Kristina Werth/ZEGG: "Durch meine dreimonatige Mitarbeit im Theaterprojekt in Chittagong (Bangladesh) im Jahre 2009, fühle ich mich der NGO, den Menschen und dem Land von Herzen verbunden. So war ich umso freudiger, als ich mitbekam, das meine Freunde aus Bangladesh in Berlin waren.

An wenigen dürften die Schreckensnachrichten aus Bangladesch in den letzten Monaten vorbei gegangen sein: Über 1000 Tote, mehr als 2000 Verletzte nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Dhaka- immer wieder Brände in eben jenen Textilfabriken.
Dies ist ein Ausschnitt aus dem Geschehen in Bangladesch- einem kleinen Land nordöstlich von Indien, doppelt so groß wie Bayern, eines der ärmsten und zugleich korruptesten Länder der Welt und das am dichtesten besiedeltste Land der Welt.
Und nur selten wird in der Presse berichtet, was wir damit direkt zu tun haben. Dass Deutschland Textilimporteur No.1 für Bangladesch ist (Kik, H&M, C&A, Tschibo, Puma, Adidas...) und die Preise nur so niedrig, die Gewinne für die Investoren nur so hoch sein können, weil das Land und die Menschen tagtäglich ausgebeutet werden:"In Bangladesch herrscht die einfachste Form der Kapitalakkumulation, die am Tropf der globalen Konzerne hängt" (Ökonom Anu Mohammed). Und die Textilindustrie ist nur ein Beispiel für die verheerenden Auswirkungen unseres derzeitigen globalen Handelns in diesem Land.

Besuch BITAMit dem Besuch der Aktivisten in der ZEGG Gemeinschaft lag mir am Herzen, Brücken zwischen zwei sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten (Bangladesch und Deutschland) zu schlagen.
Für mich war die Zeit dort vor drei Jahren eine sehr eindrückliche, krasse und zugleich sehr bereichernde Erfahrung. Mir allein erschien es hier in Deutschland kaum möglich zu transportieren, was ich dort erlebt hatte: Die krasse Armut, die gewaltigen Herausforderungen mit denen die Menschen in diesem Land tagtäglich konfrontiert sind und gleichzeitig aber auch ihre Demut und ihre Lebensfreude.

Genau dies gelang den Bangladeschis mit Unterstützung von Mara Schepsmeier und Kristina Werth an einem gemeinsamen Abend mit Interessierten aus der Gemeinschaft, dem Fläming und weiterer Umgebung zu vermitteln: Die verheerende Armut in Bangladesch, die Probleme, die mit der Klimaveränderung einhergehen, die fortwährende Ausbeutung des Landes durch die dort vorherrschende Textilindustrie der Industrieländer (Deutschland vorneweg!), die weiter vorherrschende Diskriminierung von Frauen (in Form von Frauenhandel, Vergewaltigungen, Säure Attentaten)...
UND die lebensbejahende Theaterarbeit als Teil der Tradition in Bangladesch, die die Aktivisten zusammen mit 100 weiteren Mitarbeitern (Hindus, Moslems und Buddhisten) und 500 freiwilligen Aktivisten seit 15 Jahren in Bangladesch leben und weiter transportieren.

Mit ihrer Arbeit unterstützen sie Menschen, die alten Traditionen von Musik, Tanz und Theater ihres Landes wieder aufzugreifen und zu erleben. Sie gründen eigene Theatergruppen über die sie ihre eigenen Geschichten von Menschenrechtsverletzungen lebendig und für andere sichtbar werden lassen. Hierüber schafft es die Organisation sowohl das Selbstbewusstsein der Menschen, insbesondere von Frauen, zu stärken, Gemeinschaftsbildung zu fördern und Themen wie Menschenrechte, Bildung, Klimawandel den Menschen in Bangladesch, auch in fernab gelegenen Dörfern nahe zu bringen.

Die drei Aktivisten waren dankbar für den Abend und zeigten sich beeindruckt vom Zegg. Neben der besonderen Form des Zusammenlebens im ZEGG waren sie auch von der Stille des Platzes sehr fasziniert, ein Phänomen, das sie aus Bangladesch, dem am dichtesten bevölkerten Land der Welt kaum kennen. Sogar in unserem zur Zeit gut besuchten Restaurant ließen sich die Drei nicht aus der Ruhe bringen.

Durch die mit dem Abend verbundene Spendenaktion kamen rund 450 Euro zusammen, die die NGO in eine sich in Gründung befindende Kindergruppe investieren wird. Danke an alle SpenderInnen!"

Infos zur Organisation: www.bita-bd.org

Lesenswert zur Textilindustrie und Folgen der Globalisierung in Bangladesch: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2013/06/14.mondeText1.artikel,a0004.idx,0

Petition der„Clean Clothes" Kampagne für mehr Arbeitssicherheit in Bangladesch und lesenswerte Infos zu „fairer Kleidung": http://www.cleanclothes.at/de/news/petition-stoppt-das-toten-mehr-sicherheit-fur-die-arbeiterinnen-bangladesch/

 



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