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Ausbildung im Öko-Landbau

Der Bewerbungsprozess für 2017 ist abgeschlossen!



OsternDer 5-wöchige Gemeinschaftskurs zieht jedes Jahr Menschen an, die sich für das ZEGG, für Gemeinschaftsprozesse und persönliche Entwicklung interessieren. Für manche ist er die erste Station des Einstiegsprozesses in die ZEGG-Gemeinschaft. Ein Bericht über den diesjährigen Kurs von Pia Bödekker, Praktikantin in der Öffentlichkeitsarbeit.

Hugo ist einer von 23 Menschen, die gerade ein paar Wochen intensiven Erfahrungsraum hinter sich haben. Er ist Anfang zwanzig und das ZEGG war kein neuer Ort für ihn - er kam vor zwei Jahren für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in die Gemeinschaft. Obwohl er also kein Neuling war, fand er das Programm intensiv: Gruppenprozesse, Arbeitszeiten, Austausch, Forum und zwischendurch noch Zeit finden um sich zu begegnen und zu essen – da war es nicht verwunderlich, dass manche Treffen bis in die späten Abendstunden dauerten. Sich auf den Gemeinschaftskurs einzulassen heißt, sich aus der eigenen Komfortzone hinaus zu bewegen, auch in der Unterbringung: Die Kursteilnehmer*innen teilten sich zwei große Schlafsäle im Motel. Fünf Kinder im Alter zwischen zwei und neun Jahren waren mit von der Partie und mischten in so manchen Nächten den gemeinsamen Schlafsaal auf. Für Hugo war das kein Problem, mit Übernachtungen in großen Schlafsälen kennt er sich aus. Auch intensive Gruppenzeiten waren für ihn keine Neuheit, sie sind ihm aus FÖJ-Zeiten gut bekannt. Durch die tägliche physische und emotionale Nähe stießen jedoch alle Kursteilnehmer*innen auf ihre eigene Art an Grenzen. Dann auch in emotional schwierigen Situationen gab es wenig Möglichkeiten, sich zurück zu ziehen.

Auch seine ZEGG-Erfahrung schützte ihn nicht vor Tiefpunkten im Laufe des Kurses, das ist Hugo klar geworden: "Als ich ankam, hatte ich großen Widerwillen gegen die Gruppe, weil es nur drei Menschen in meinem Alter gab. Das Ganze hat sich für mich nach einer großen Zeitverschwendung angefühlt“. Erst nach und nach wurde ihm klar, dass Altersunterschiede keine wichtige Rolle in gemeinsamen Begegnungen spielen müssen. Danach gab es keinen Moment mehr, in dem Gehen eine Option gewesen wäre. Ehrliche Forumsauftritte, viele neue Erkenntnisse und Experimente mit Eros und Beziehungen haben den Kurs für ihn zu einer spannenden Erfahrung werden lassen.

Für Hugo gibt es erstmal keinen Abschied vom ZEGG. Wie einige andere Teilnehmer*innen, die als Saisoniers im ZEGG bleiben, wird auch Hugo den Sommer im ZEGG verbringen. Wohin es ihn danach zieht, bleibt offen. Das ZEGG ist für ihn ein Ort zum Lernen, Wachsen und nach Hause kommen.



ZEGG – Bildungszentrum gGmbH
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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.