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Ausbildung im Öko-Landbau

Der Bewerbungsprozess für 2017 ist abgeschlossen!



nailed the butterflyWir alle sind ein Schmetterling, ein GEN Falter sozusagen; Mit ein wenig Abstand, aus der Luft, war es ganz deutlich zu sehen: Das GEN Logo, zusammen gesetzt aus Körpern und Gesichtern der Ökodorf Bewohner von Spanien bis Russland. Und was von weitem so aussah, fühlte sich auch in der Nähe so an. Wie ein großes Familientreffen, samt Familienfoto und Familiengeschichten. Über 600 Menschen reisten zur diesjährigen GEN Konferenz nach Ängsbacka in Schweden, die vom 16.-20. Juli direkt im Anschluss an die General Assembly stattfand.

Auf einem wunderschönen Grundstück gelegen, Alkohol und Drogen frei, mit Permakulturgarten und umgeben von wildem schwedischen Wald, befindet sich das Seminarzentrum von Ängsbacka, das uns alle mit bestem vegetarischen Essen, mit einer eigenen Hausband und ästhetischen Räumlichkeiten verzauberte. Interessant ist dabei, dass Ängsbacka gar keine vor Ort lebende, intentionale Gemeinschaft im eigentlichen Sinne ist. Sie verstehen sich eher als eine „erweiterte Gemeinschaft“ von Freunden und Förderern, die in der Region verteilt leben, die Idee Ängsbacka unterstützen und den Seminarort mittragen. Dennoch gibt es auch hier den Wunsch und die Sehnsucht, mehr in Richtung einer intentionalen Gemeinschaft zu wachsen. Insofern war der Ort auch diesbezüglich eine gute Wahl.

Die Konferenz selbst war ein Feiern der langjährigen Verbindugen, des Austausches, des Forschens und gemeinsam auf den neuesten Stand bringens, mit Keynote Sprechern wie Charles Eisenstein und Helena Norberg-Hodge, und Workshops wie Dragon Dreaming, Soziokratie, Possibility Management, GFK, Schattenarbeit, Biogas Technologie, Permakultur u.a. Für mich fühlte es sich an wie ein Bad in der Menge unter Gleichgesinnten. Wo man normalerweise immer ein Exot ist und sich als Gemeinschaftsmensch erklären muss, war hier allen klar, was mit Konsens, Plenum, Soziokratie oder Ökodorf gemeint ist. Mit diesen Themen Mainstream zu sein ist tatsächlich eine schöne und beglückende Erfahrung und erzeugt ein besonderes Gefühl von Zughörigkeit!

In Zeiten von Brexit, Nationalismus und EU-Verdrossenheit war die GEN Konferenz auch ein Leuchtturm dafür, was Europa eigentlich bedeuten könnte und wie es aussieht und sich anfühlt, wenn wir uns tatsächlich miteinander verbunden fühlen als eine Bewegung. Und welche Kraft und Wirksamkeit wir damit entfalten, nicht allein national zu handeln, sondern im größeren, europäischen Kontext.

Ganz im Geiste Europas konnte man in der diesjährig neuen Präsentation der Gemeinschaften am Montag dann auch über eine imaginäre europäische Landkarte schlendern und sich bei den unter den Länderflaggen versammelten Gemeinschaften informieren.

Das ZEGG war übrigens mit Workshops zum Forum und zu freier Liebe vertreten, beides wegen starker Nachfrage randvolle Workshops. Das nächste Jahr schließlich wird die GEN Konferenz in Lilleoru in Estland stattfinden. Ich freue mich schon darauf!                             Simon Schramm

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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.