Suche

WebWorker für Joomla! gesucht

Wir suchen ein bis zwei Personen mit guten bis sehr guten Kenntnissen in Joomla!, die Lust hat in unserem hauseigenen Team an der Neugestaltung unser Internetpräsenz mitzuarbeiten.

» mehr Infos



Sylvesterfeuer 17Beim diesjährigen Silvesterfeuer haben wir einen großen Teil des im Holz gespeicherten CO₂ zurückgehalten. Nachdem das Feuer weitgehend runtergebrannt ist, und nur noch ein großer Haufen glühende Kohlen übrig sind, haben wir es mit gesammeltem Urin abgelöscht. Das hat verhindert, dass die Kohle (reiner Kohlenstoff) zu Asche verbrennt und der Kohlenstoff so zu CO₂ wird.

Damit haben wir etwa 4 t CO₂ der Atmosphäre entzogen. Dadurch, dass sie mit Urin (oder Jauche) abgelöscht wurde, kann und wird sie in der Bodenverbesserung eingesetzt werden. Der Kohlenstoff ist so für mindestens 1000 Jahre im Boden festgelegt. Somit ist das Feuer zu einem Beitrag gegen die Klimaerwärmung geworden und wir haben Biokohle gewonnen.

Für alle, die es genauer wissen wollen:

Die Analogie des Streichholzes
Anders als man intuitiv denkt, brennt Holz eigentlich nicht, sondern es brennt das Gas, dass beim Erhitzen von Holz ausdampft. Reibt man die Schwefelkuppe eines Streichholzes an der rauen Fläche der Streichholzschachtel, wird der Schwefel genug erhitzt, um sich zu entzünden. Der brennende Schwefel erzeugt sodann die Wärme, die das Holz des Streichholzes zum Ausgasen bringt, und das Gas an der Flamme des Schwefels entzündet. Es brennt dann also nicht das Streichholz, sondern das Holzgas, welches das Holz des Streichholzes immer weiter erhitzt, so dass es weiter ausgast und das Gas verbrennt. Unter der Flamme des Holzgases aber verkohlt das Holz, da die Flamme um das Streichholz herum allen Sauerstoff verbraucht, so dass unter dem Schutz der Flamme das Holz quasi unter Sauerstoffabschluss pyrolysiert.

Holz verbrennt also in zwei Phasen. In der ersten Phase werden durch die entstehende Hitze die Holzgase ausgetrieben und verbrannt. In der zweiten Phase verbrennt die Holzkohle zu Asche. Holzkohle ist reiner Kohlenstoff. In der Verbrennung verbindet sich ein Kohlenstoff-Atom mit zwei Sauerstoffatomen zu CO₂. Ein m³ Holzkohle enthält somit potenziell ca. 1,8t CO₂, eben wenn sie verbrannt wird. Aus 5 Teilen Holz kann 1 Teil Biokohle werden.

Pyrolyse ist nichts anderes als dass man die Holzgase austreibt (und verbrennt) und den reinen Kohlenstoff, die Holzkohle zurückhält.Das gelingt, wenn man dafür sorgt, dass kein Sauerstoff mit den glühenden Hozl-Kohlen in Kontakt kommt, oder dadurch, dass man sie so sehr abkühlt, dass keine Reaktion mehr zwischen Holzkohlen und Sauerstoff entsteht. Die Abkühlung ist am einfachsten durch Wasser - oder den Urin/Jauche. Letzeres hat den Vorteil, dass dann die Biokohle sich gleichzeitig mit Nährstoffen anreichert (N, P, K).

Mehr Informationen gibt es vielleicht noch dieses Jahr in einer digitalen Neuauflage der vor 17 Jahren von mir geschriebenen Ökobroschüre im Internet.

Achim Ecker



ZEGG – Bildungszentrum gGmbH
Rosa-Luxemburg-Str. 89
14806 Bad Belzig

Telefon: +49 (0) 33841 595-100
Telefax: +49 (0) 33841 595-102

E-Mail:
Web: www.zegg.de


Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.