StreuobstwieseIm Herbst 2018 haben Achim Ecker, Gert Miklis und Kerstin Neumann aus dem ZEGG mit vielen Helfern der Herbstaktion 570 Bäume und Sträucher als Hecke gepflanzt. Alle Pflanzen sind flämingtypische Sorten. Hecken sind ökologisch besonders wertvoll, weil sie verschiedendste Lebensbedingungen auf engstem Raum und damit Lebensraum für unzählige Tiere bieten. Jetzt ist gelungen und geschafft!

Wenn uns der Klimawandel nicht wieder einen Dürresommer beschert, wird alles wachsen, blühen und gedeihen und vielen Insekten und anderen Tieren inmitten einer Agrarwüste von Großfeldern ein Sanktuarium bescheren. Jetzt dürfen wir uns auf die 18 Äpfel- und 11 Birnensorten freuen, die da heranwachsen und bereits beginnen zu blühen.

Hecken in Feld und Flur

Die Hecke auf unserem Grundstück besteht aus: Faulbaum, Hasel, Weinrose, schwarzer und roter Holunder, Heckenkirsche, Hartriegel, Pfaffenhütchen, Weißdorn und Schneeball. Es finden sich darin auch nahezu alle Baumarten der Region z.B.: Eberesche, Hainbuche, Mehlbeere, Elsbeere, Korbweide, Stiel- und Traubeneiche, Schwarzerle, Vogelkirsche, Wildapfel, Wildpflaume und Wildbirne.

„Bis zu 1500 Tierarten finden in einer Hecke Lebensraum und Nahrungsquelle.

  • Allein rund 70 Vogelarten kommen im Bereich von Hecken vor. Am Boden brütet das inzwischen selten gewordene Rebhuhn.
  • Hecken sind besonders reich an Insekten. Die Blüten locken Bienen und Hummeln an. Florfliegen und Spinnen, aber auch Fledermäuse finden ein reiches Angebot an Beutetieren.Hecken bieten auch Teil-Lebensraum für Erdkröten, Molche und Grasfrösche, die unter Ast- und Laubhaufen Schutz vor Sonne und winterlicher Kälte finden, sowie für die wärmeliebende Eidechse und Blindschleiche.
  • Auch Igel, Haselmaus, Wiesel und Iltis leben gern in Hecken; der Feldhase findet Einstand und Nahrung."

    Prof. Dipl.-Ing. Ernst Neußner, Bedeutung von Hecken in Feld und Flur

 Zur Ökobilanz

Durch die Verwendung von Biokohle in der Herstellung von Schwarzerdeböden haben wir der Atmosphäre ca. 25t CO2 entzogen. Im Boden ist es damit über mehre tausend Jahre gebunden. Die Anlage einer Wiese auf einem ehemaligen Acker und die gepflanzten Bäume binden jedes Jahr weiteres CO2 aus der Atmosphäre. Es ist also auch eine ziemlich gute Klimaschutzmaßnahme.

Hintergrund

Im Zuge der Bewilligung unseres Bebauungsplans mussten wir für künftige Versiegelungen des Bodens durch Häuser- und Straßenbau Land außerhalb des ZEGG kaufen und ökologisch aufwerten. Die größte ökologische Aufwertung geht von Acker (ökologisch wertlos) zu Streuobstwiese (ökologisch artenreich und wertvoll). Wir kauften 3 Flächen im direkten Umland von ca. 2ha. Zwei Flächen liegen in Schwanebeck, eine Richtung Grützdorf. Auf zwei der Flächen haben wir im Vorjahr 76 Hochstamm-Obstbäume gepflanzt.



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Im ZEGG leben 100 Menschen gemeinschaftlich zusammen. Wir sind Modellprojekt für ein sozial und ökologisch innovatives Leben und Wirtschaften. Dabei interessiert uns, wie nachhaltige Entwicklung funktioniert - für jede/n Einzelne/n und für die Gesellschaft als Ganzes. Wir legen Augenmerk auf die sozialen, spirituellen, ökonomischen und ökologischen Aspekte dessen, was wir tun.

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