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Permakultur will Systeme schaffen, die sich mit minimalem menschlichen Eingriff weitgehend selbst erhalten und die zeitlich unbegrenzt funktionieren. So kann der Mensch mit der Natur statt gegen sie arbeiten und sich weitgehend selbst versorgen – mit geringem Ressourcen-, Platz- und Zeitaufwand.

Im ganzheitlichen Ansatz der Permakultur geht es mehr um Gestaltungsprinzipien als um konkrete Methoden. Langfristig statt kurzfristig, Vielfalt statt Einfalt, optimieren statt maximieren, Kooperation statt Konkurrenz – all diese Leitsätze zielen darauf ab, hohe Erträge bei minimalem Arbeitsaufwand und Energieverbrauch sicherzustellen und dabei auch nachfolgenden Generationen größtmöglichen Gestaltungsspielraum zu gewährleisten.

Ethische Grundgedanken permakultureller Gestaltung sind „Earthcare“, also Fürsorge für die Erde und ihre Lebewesen, „Peoplecare“, also Fürsorge für die Menschen, und „Fairshades“, also die gerechte Verteilung von Ressourcen.

 

Bei der Gestaltung des Geländes der ZEGG gGmbH orientieren wir uns an den Grundgedanken der Permakultur: Kreisläufe schließen, Ressourcen wiederverwerten und effektiv nutzen, Artenvielfalt und Diversität in den Beziehungen zwischen Systemelementen fördern und Selbstregulation zulassen.

 

Unsere konkreten Projekte:

  • Wasser als kostbare Ressource liefert uns unser eigener Brunnen. Es wird in der Pflanzenkläranlage gereinigt und versickert wieder im Boden, um den Speicher aufzufüllen.

  • Gestaltet als essbare Landschaft, versorgt das ZEGG-Gelände uns und viele Wildtiere mit Nahrung in Form von Kräutern, Beerensträuchern, Obst und Nussbäumen. Neu gepflanzt werden nur Arten, die der regionalen Trockenheit standhalten.

  • Die aus dem Strauchschnitt entstehende Biokohle wird zusammen mit organischen Abfällen zu "Terra preta" (Link). Das Herbstlaub, das die Gemeinde Bad Belzig uns liefert, nutzen wir als wertvolle Biomasse, mit der wir stetig den Humusanteil in unserem Sandboden erhöhen und die Bodenfruchtbarkeit verbessern. Mit der Bindung von Kohlenstoff im Boden gestalten wir aktiven Klimaschutz. Ca. 70% unseres Obst und Gemüses, auch wild und nicht marktkonform, produzieren wir selbst.

  • Die zwölf Prinzipien werden im ZEGG-Gelände auf Infotafeln beispielhaft erklärt.

  • Unterstützt werden wir von vielen helfenden Gästen in Garten, Gelände und Küche. Gemeinsam leisten wir durch Permakultur einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt, zur Weiterentwicklung nachhaltiger Lebensweise und zum Klimaschutz.

  • Die Mitarbeit ist in einer Sommergästewoche zwischen Mai und Ende August ermöglicht ein Hineinschnuppern in unsere Arbeit.


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