photo 2026 01 06 13 43 09Wir sind sechs Tage miteinander gereist – durch Sternenstaub, Feuer, Erde, Wasser, Luft, Leere, Glitzer, Gold, Licht und Liebe.Wir waren im Universum und haben uns vorgestellt ein Gas zu sein, das sich ausdehnt und verströmt anstelle bei der Vorstellung sich zu weiten, den Druck zu spüren, und dem unangenehmen Gefühl, dass irgendeine Hülle gedehnt und gespannt würde.

Erdenlandung – Landung in Gemeinschaft zwischen den Jahren.

Die ersten beiden Vormittage waren der Verkörperung unseres individuellen und gemeinschaftlichen Traumes gewidmet. Wie bin ich gemeint?
Wie stehe ich dem Leben nicht im Weg um mein Geschenk in die Welt zu geben?
Und wie passt dies mit dem Traum von Gemeinschaft zusammen?

Stehe ich auf, mitten in einer Nacht voll Schmerz und Verzweiflung, müde und völlig zerschlagen, um für die Kinder das zu tun, was getan werden muss? Diese Frage versinnbildlicht den Ernst fürs Leben zu gehen und gleichzeitig war der Humor in den Silvestertagen immer dabei. Denn „muss“ ist auch „Mousse aux Chocolat“ – wir können uns das „Müssen“ auf der Zunge zergehen lassen.

Wenn ich meiner Freude, dem Kichern, Kribbeln und Lachen im Bauch lausche, erspüre ich meine Sehnsucht, meinen Traum. Und nehme ich die Aufgabe zu mir meinen heiligen Traum zu leben? Das ist sowohl Selbstliebe als auch Verantwortung fürs Große tragen, denn in unserer Wohlstandsländern ist das Privileg ein Dach über dem Kopf, es warm und satt zu haben auch ein Auftrag sich fürs große Ganze einzusetzen.

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Traum und Wirklichkeit in Gemeinschaft erkundeten wir in einem Talk und dies sind ein paar der Aussagen:

  • Älter werden ist richtig schön im nahen Austausch mit allen Generationen.
  • Ich schmeiße mein Herz voraus (Vertrauensvorschuss geben) und erkenne in Gemeinschaft, wer ich als Individuum bin.
  • Im Generationenmiteinander gibt es Herausforderungen, weil die Art der Verantwortungsübernahme unterschiedlich ist.
  • Passt die gebrauchte Aufgabe/Arbeit mit meinem Traum zusammen? Oder nehme ich die Aufgabe, weil es gebraucht wird?

Die Vormittage in der Aula wurden ergänzt, vervollständigt und integriert durch die Gruppen sowie die Nachmittags- bzw. Abendangebote. Von A wie Archetypen tanzen, über B wie Baumzeremonie und C wie Contact Improvisation bis Z wie Zeremonialtag an dem wir uns in Großmutters Schoß neugeboren haben.

Bedankt, gebetet, gereinigt kamen wir zum Mantra Sing-Abend zusammen und kommen 2026 näher. Dessen Quersumme 10 dafür steht es sich wert zu sein zu geben und den eigenen Traum zu leben.Dank Vortrag und Kolloquium von Antonius Zehringer sind wir auch mal raus aus der „Klangschalen-Bubble“ und sprachen übers Denken als Handlung und den Spalt zwischen Subjekt und Objekt.Vor allem aber auch über die Freiheit, die z.B. Rousseau erfuhr als er, nachdem er aus der Stadt geworfen wurde, mit einem Boot auf den See hinausfuhr, sich auf den Rücken legte und in den Himmel blickte.

Was mache ich damit? Mich meiner Normalität verweigern und Ver-rücktheit pflegen!

Denn das Radikalste, was wir tun können ist öffentlich glücklich zu sein (Patch Adams).

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Der Silvesterabend war durchzogen von Schönheit, Schlichtheit und Phantasie sowie dem Mut, dass eigene Licht leuchten zu lassen. Auf der Tanzfläche gab es ein leichtgängiges und kooperatives Miteinander und zum Abschluss eine bezaubernde Runde voller Gute Nacht-Küsse.

Dann, nach einigen Wochen gemeinsamer Reise verbrachten wir den Neujahrstag (also am fünften Tag :) erst plaudernd und schmausend im Restaurant, um dann am Nachmittag von Steffi Burmeister zu erfahren, dass Vertrauen ein Akt der Selbstermächtigung ist. Ich vertraue mir, dass ich mit dem umgehen kann, was passiert. Dann wird das Leben leichter.

Diesen Song „Kinder“ von Copper Wimmin hörten wir bei der offenen Bühne (Ausschnitt):

I’ve decided to be happy.
I know I am blessed.
I got what I came for.

Ich habe entschieden, dass ich glücklich bin.
Ich weiß, dass ich gesegnet bin.
Ich bekam das, wofür ich hergekommen bin.