Streifenfundament

von Georg Lohmann

Im letzten Newsletter gab es einen Artikel zum gleichen Thema, in dem wir unter anderem den zähen Gang der bürokratischen und behördlichen Angelegenheiten schilderten. Im PS hatten wir dann mitgeteilt (weil die Information erst kurz vor Redaktionsschluss kam), dass wir den eigentlich für April dieses Jahres geplanten Baubeginn aufgrund der vielen Unsicherheiten auf das kommende Jahr verschoben haben.

Wenige Wochen nach diesem Beschluss kam dann die erlösende Botschaft: Die Baugenehmigung ist da! Und kurze Zeit später kam auch die lange verhandelte Kreditzusage der GLS-Bank. Zweimal Grund zu feiern!

Es ist zwar weiterhin so, dass das ‚richtige‘ Bauen – also das, wo man ein Haus in die Höhe wachsen sieht - erst im nächsten Frühjahr beginnen wird. Doch bevor ein Bau in den Himmel strebt, muss erstmal ein Fundament gelegt sein. Und das haben wir in diesen Wochen gemacht.

Da die Verwendung von Beton aus ökologischer Sicht recht fragwürdig ist (immenser CO²-Ausstoß bei der Zementproduktion) haben wir uns für Streifenfundamente entschieden, die sehr viel weniger Beton erfordern.

Mit schwerem Gerät wurden die Gräben dafür ausgebaggert, Versorgungsleitungen verlegt, Beton in die Fundamentgräben gefüllt und am Schluss eine relativ dünne ‚Sauberkeitsschicht‘ Zementestrich über die gesamte Grundfläche gegossen. Es sieht jetzt aus wie eine normale Grundplatte aus Beton – ist aber keine. Die Sauberkeitsschicht dient nur dazu, eine klare Abgrenzung zum Erdreich zu haben.

Die Herbst- und Winterzeit möchten wir dafür nutzen, ökologische Innovation voranzutreiben. Wir experimentieren mit Lehmestrich als Alternative zum üblichen Beton. Für einige Monate unterstützt uns Lilian als studentische Praktikantin (Studiengang „green building“) darin, Versuchsflächen dafür anzulegen, um beim Bau auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können.

Wir werden in den nächsten Monaten noch ein paar weitere Arbeiten im umgebenden Gelände vornehmen (neue Feuerwehrzufahrt z.B.) und freuen uns auf das Frühjahr, wo es dann ‚so richtig‘ losgehen wird.

Sauberkeitsschicht