Wir sind sechs Tage miteinander gereist – durch Sternenstaub, Feuer, Erde, Wasser, Luft, Leere, Glitzer, Gold, Licht und Liebe. Wir waren im Universum und haben uns vorgestellt ein Gas zu sein, das sich ausdehnt und verströmt. Anstatt dass wir bei der Vorstellung uns zu weiten einen Druck verspüren und das unangenehme Gefühl, dass eine Hülle gedehnt und gespannt würde.
Erdenlandung – Landung in Gemeinschaft zwischen den Jahren
Die ersten beiden Vormittage waren der Verkörperung unseres individuellen und gemeinschaftlichen Traumes gewidmet.
Wie bin ich gemeint?
Wie stehe ich dem Leben nicht im Weg um mein Geschenk in die Welt zu geben?
Und wie passt dies mit dem Traum von Gemeinschaft zusammen?

Gemeinsames Singen am Feuer
Stehe ich auf, mitten in einer Nacht voll Schmerz und Verzweiflung, müde und völlig zerschlagen, um für die Kinder das zu tun, was getan werden muss? Diese Frage versinnbildlicht den Ernst fürs Leben zu gehen und gleichzeitig war der Humor in den Silvestertagen immer dabei. Denn „muss“ ist auch „Mousse aux Chocolat“ – wir können uns das „Müssen“ auf der Zunge zergehen lassen.
Wenn ich meiner Freude, dem Kichern, Kribbeln und Lachen im Bauch lausche, erspüre ich meine Sehnsucht, meinen Traum. Und nehme ich die Aufgabe zu mir meinen heiligen Traum zu leben? Das ist sowohl Selbstliebe als auch Verantwortung fürs Große tragen, denn in unseren Wohlstandsländern ist das Privileg ein Dach über dem Kopf, es warm und satt zu haben auch ein Auftrag sich fürs große Ganze einzusetzen.

Generationentalk
Traum und Wirklichkeit in Gemeinschaft
Dieses Thema erkundeten wir in einem Talk und hier sind ein paar der Aussagen:
- Älter werden ist richtig schön im nahen Austausch mit allen Generationen.
- Ich schmeiße mein Herz voraus (Vertrauensvorschuss geben) und erkenne in Gemeinschaft, wer ich als Individuum bin.
- Im Generationenmiteinander gibt es Herausforderungen, weil die Art der Verantwortungsübernahme unterschiedlich ist.
- Passt die gebrauchte Aufgabe/Arbeit mit meinem Traum zusammen? Oder nehme ich die Aufgabe, weil es gebraucht wird?
Die Vormittage in der Aula wurden ergänzt, vervollständigt und integriert durch die Gruppen sowie die Nachmittags- bzw. Abendangebote. Von A wie Archetypen tanzen, über B wie Baumzeremonie und C wie Contact Improvisation bis Z wie Zeremonialtag an dem wir uns in Großmutters Schoß neugeboren haben.

Mantraabend mit Hagara, Ludger und Jelka
Bedankt, gebetet, gereinigt kamen wir zum Mantra Sing-Abend zusammen und dem Jahr 2026 näher. Dessen Quersumme 10 steht dafür es sich wert zu sein zu geben und den eigenen Traum zu leben. Dank Vortrag und Kolloquium von Antonius Zehringer sind wir auch mal raus aus der „Klangschalen-Bubble“ und sprachen übers Denken als Handlung und den Spalt zwischen Subjekt und Objekt.
Vor allem aber auch über die Freiheit, die z.B. Rousseau erfuhr als er, nachdem er aus der Stadt geworfen wurde, mit einem Boot auf den See hinausfuhr, sich auf den Rücken legte und in den Himmel blickte.
Was mache ich damit? Mich meiner Normalität verweigern und Ver-rücktheit pflegen!
Denn das Radikalste, was wir tun können ist öffentlich glücklich zu sein (Patch Adams).

Offene Bühne am Silvesterabend
Der Silvesterabend war durchzogen von Schönheit, Schlichtheit und Phantasie sowie dem Mut, dass eigene Licht leuchten zu lassen. Auf der Tanzfläche gab es ein leichtgängiges und kooperatives Miteinander und zum Abschluss eine bezaubernde Runde voller Gute Nacht-Küsse.

"Lichtgestalt" war das Motto des Silvesterabends
Dann, nach einigen Wochen gemeinsamer Reise verbrachten wir den Neujahrstag (also den fünften Tag :) erst plaudernd und schmausend im Restaurant, um dann am Nachmittag von Steffi Burmeister zu erfahren, dass Vertrauen ein Akt der Selbstermächtigung ist: Ich vertraue mir, dass ich mit dem umgehen kann, was passiert. Dann wird das Leben leichter.

Neujahrsfrühstück 2026
Zum Abschluss einen Song, „Kinder“ von Copper Wimmin, den wir bei der offenen Bühne hörten:
I’ve decided to be happy.
I know I am blessed.
I got what I came for.
Ich habe entschieden, dass ich glücklich bin.
Ich weiß, dass ich gesegnet bin.
Ich bekam das, wofür ich hergekommen bin.
Andrea Effinger für das Silvester-Leitungsteam 2025/26