Was wäre, wenn wir aufhören vorzutäuschen?
Lass es uns herausfinden! Über drei Tage forschen wir: uns ehrlich mitteilen, neugierig erkunden, lebendig sein in einem gemeinsamen Wir-Feld. Dein Nervensystem lernt: "Ich kann mich zeigen und bleibe am Leben." Spielen. Erforschen. Fühlen. Begegnen. Lebendig sein. Mehr Verbindung mit dir selbst und anderen.
Hast du jemals...
* Ja gesagt, wenn du Nein sagen wolltest?
* dich gefragt, was jemand für dich empfindet, aber dich nicht getraut zu fragen?
* dich wütend gefühlt, aber so getan, als wäre alles in Ordnung?
* dich dankbar gefühlt, dich aber zurückgehalten?
* gewünscht, spontaner und natürlicher zu sein?
Möchtest du erleben, wie es sich anfühlt, dich zu zeigen - mit deinen Sehnsüchten, Unsicherheiten, Begehren, Wünschen und Grenzen?
Dann ist dieses Experiment für dich.

Das Experiment
Stell dir eine temporäre Gemeinschaft vor, wo jeder eingeladen ist, seine Realität zu erkunden und mitzuteilen. Aus Neugierde auf uns selbst und aufeinander. Aus Spielfreude. Aus dem Wunsch nach Kontakt.
Wo alle Gefühle eingeladen sind, egal ob sie "Sinn machen" oder nicht. Wo der Verstand begleiten darf, aber nicht die Kontrolle hat.
Wir zeigen uns - und wir sehen einander. Wie ist es, du zu sein?
Je mehr wir uns zeigen und uns gegenseitig erkunden, desto mehr entsteht Verbindung mit uns selbst in einem gemeinsamen Wir-Feld.
Über 3 Tage erforschen wir:
* Ehrlich sein über das, was du tatsächlich denkst und fühlst — besonders das, was sich etwas riskant anfühlt
* Annahmen teilen und überprüfen ("Magst du mich wirklich nicht, oder nehme ich das nur an?")
* Die Welt anderer erkunden — neugierig werden: "Wie ist es, du zu sein?"
* Für dich einstehen — bitten um das, was du willst, Grenzen setzen, Nein sagen
* Deinen Abdruck mitteilen — wie berührt dich diese Person gerade?
* Präsent bleiben — zuhören, wenn jemand wütend oder verletzt ist, ohne zu reparieren oder wegzugehen
* Der Lebendigkeit folgen — was entsteht zwischen dir und mir, hier und jetzt?

Durch diese Erfahrungen lernt dein Nervensystem: "Ich kann mich zeigen und ich werde nicht sterben. Ich kann authentisch sein und verbunden bleiben."
Das erwachsene Selbst kann diesen authentischen Kontakt überleben — auf eine Weise, von der das kindliche Selbst glaubte, es sei unmöglich. Die alte, lebensbedrohliche Gefahr ist vorbei.

Nach dem Retreat
Was könntest du lernen?
In deinen Beziehungen:
* Intimität erleben, die aus Gesehen-Werden entsteht statt aus Performen
* Gespräche führen, die du seit Jahren vermeidest - und sie überleben
* Alte Kontrollmuster erkennen - und dich für Beziehung entscheiden
* Menschen sehen, wie sie tatsächlich sind - nicht durch alte Filter
* Nähe zulassen ohne dich selbst zu verlieren
* Bei dir bleiben, auch wenn andere wütend oder enttäuscht sind
In deinem Alltag:
* Dich weniger erschöpft fühlen von sozialer Interaktion
* Bemerken, wenn du abwesend bist - und wählen, da zu bleiben
* Deinen eigenen Reaktionen vertrauen statt alles zu hinterfragen
* Mit mehr Lebendigkeit und weniger Management leben
* Scham, Schuld und Angst als alte Schutzmechanismen erkennen - nicht als Wahrheit

Was passiert
Über 3 Tage (16.-19. April 2026) arbeiten wir als Gruppe mit zwei ausgebildeten Facilitator*innen. Partnerübungen, Gruppenarbeit im Kreis, körperorientierte Arbeit, Erforschung von Nähe und Distanz, Theorie und Reflexion.
Du bestimmst dein Tempo. Du kannst jederzeit Pause machen, rausgehen, Nein sagen. Körperliche Grenzen werden klar geachtet. Die Facilitator*innen unterbrechen aktiv Verhalten, das dominierend oder schädlich ist.
Zwischen den Sessions: gemeinsam essen, spazieren, im Pool schwimmen, spielen, kuscheln, reden, schweigen.
Hintergrund & Facilitator*innen
Das Seminar ist gewachsen aus der wöchentlichen Gruppe "Experiment Ehrlichkeit" auf der Kirschwiese im ZEGG, und integriert Impulse aus Radical Honesty, Authentic Relating/Circling, Ehrliches Mitteilen, NARM, Gewaltfreier Kommunikation, Wutkraft und Contact Impro.
Geleitet von Eivind Liland (Radical Honesty Trainer-Kandidat, Beziehungsdynamische Paar- und Sexualberatung) und Yuna Specht (Dipl. Psychologin, NARM Therapeutin, Kommunikationstrainerin). Beide noch selbst im Experiment.
Zeitplan
Donnerstag (Anreisetag): Das Retreat beginnt um 17:00 Uhr. Nach einer Pause für das Abendessen um 18:30 Uhr geht es ab 20:00 Uhr weiter, bis circa 21:30 Uhr.
Freitag und Samstag (voraussichtlich):
- Frühstück: 8:00 - 10:00 Uhr
- Vormittagsblock: 10:00 - 13:00 Uhr
- Mittagessen und Pause: ab 13:00 Uhr
- Nachmittagsblock: 15:30 - 18:30 Uhr
- Abendessen: 18:30 Uhr
- Abendblock: 20:00 - 22:00 Uhr
Sonntag (Abreisetag):
- Vormittagsblock: 10:00 - 13:00 Uhr
- Das Retreat endet mit dem Mittagessen um 13:00 Uhr
- Abreise im Anschluss
Optionale Verlängerung: Es besteht die Möglichkeit, eine zusätzliche Nacht zu bleiben, um die Erlebnisse nachklingen zu lassen und erst am Montagvormittag abzureisen.
Ist dieses Experiment für dich?
Ja, wenn du...
* neugierig bist auf dich selbst und andere
* müde bist vom Performen
* dich nach mehr Tiefe und Intimität sehnst
* bereit bist, unbequem zu werden
* bereit bist, deinen Papierdrachen zu begegnen
Nein, wenn du...
* lieber auf der Sachebene bleiben willst
* eher in deiner Komfortzone bleiben willst als die Lebendigkeit zu erkunden
* teilnimmst, um andere zu ändern statt dich selbst
Wichtig: Dies ist keine Gruppentherapie. Bei psychischer Erkrankung bitte vorher die Seminarleitung kontaktieren.
Bereit?
Drei Tage, um deinen Papierdrachen zu begegnen. Spielen. Erforschen. Dir selbst und anderen erleben. Lebendig sein.
Was wartet auf der anderen Seite?