CSD Bad Belzig fand zum dritten Mal statt

So etwas passiert in Bad Belzig nicht jeden Tag: Eine bunte Demo-Parade mit 350 Menschen zog vom Bahnhof durch die Straßen und wurde musikalisch von einem DJ auf einem Lastenrad begleitet. Am Marktplatz ging es weiter mit einem fröhlichen Fest, das von etwa 500 Menschen besucht wurde. Überall wehten Regenbogenflaggen – auch am Rathaus.

Den CSD 2026 organisierte ein kleines Team Engagierter und stellte ihn unter das Motto „Queeres Leben auf dem Land“. Zwei aus dem Team, Jennifer und Annik, wohnen im ZEGG und planen das Event bereits im dritten Jahr. Auch der Lastenrad-DJ Adrian und die Lastenräder für den Demo-Sound sind nun schon drei Jahre dabei. Zahlreiche andere Menschen, zum Beispiel von der Initiativgruppe Fläming für alle, Unterstützer*innen aus Bad Belzig und Umgebung sowie weitere Menschen aus dem ZEGG halfen mit, das alles gut lief. Es brauchte Aufbauhilfen, Ordner*innen für die Demo und Menschen, die Lastenrad fuhren, damit die Demonstration durch die Stadt und die Feier auf dem Marktplatz ein voller Erfolg werden konnten. Ein spannendes Bühnenprogramm, Infostände sowie Essen und Getränke durften natürlich auch nicht fehlen – daran arbeitete das Organisationsteam seit Monaten.

Ein Großteil des Programms wurde in diesem Jahr mit Redebeiträgen, Musik und Performances aus der Region gestaltet. Es gab Grußworte des Bürgermeisters Dr. Robert Pulz und der evangelischen Pfarerrin der Stadt Christiane Moldenhauer. Auf dem Marktplatz war zudem die Austellung „Queer auf dem Land“ der in Bad Belzig ansässigten Fotografin Sareh Oveysi zu sehen. Zu Musik von Kisse und DJ Crab Apple tanzten ausgelassene Menschen auf dem Marktplatz. Bratwurst konnten Hungrige beim Stand des Bistros des Fläming-Bahnhofs sowohl vegan als auch mit Fleisch kaufen. So war es ein gelungenes Fest für alle – egal, wie sie leben und lieben.

Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen CSD in Bad Belzig geben, voraussichtlich ebenfalls Mitte September.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann unter csd-belzig oder auf Instagram nähere Infos finden.

Queeres Leben gibt es auch auf dem Land – und es ist höchste Zeit, dass das sichtbar und zur Normalität wird.

von Annik

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