Janus Hamann
Mich interessiert, wie Menschen sich entwickeln, wie Nähe entsteht und was es braucht, damit wir immer beziehungsfähiger werden.
Im ZEGG habe ich einen Ort gefunden, an dem ich diesen Fragen nicht nur theoretisch, sondern praktisch nachgehen konnte. In Beziehungen und in der gemeinsamen Arbeit mit Menschen erlebe ich immer wieder, wie viel möglich wird, wenn wir uns ehrlich zeigen, uns gegenseitig spiegeln und bereit sind, auch die unbequemen Seiten in den Blick zu nehmen.
Aus dieser gemeinschaftlichen Prozessarbeit ist meine heutige Profession als Körperpsychotherapeut erwachsen. Ich begleite Menschen dabei, immer mehr sie selbst zu werden. Dafür erforschen wir, wie wir uns selbst im Weg stehen, gerade dort, wo wir uns zutiefst nach etwas sehnen. Was geschieht in uns, wenn wir uns Nähe wünschen und uns doch zurückziehen? Wenn wir etwas wollen und uns gleichzeitig nicht erlauben, es zu wollen?
In der Auseinandersetzung mit inneren Konflikten und Emotionen können wir lernen, auch an diesen Stellen mehr mit uns selbst in Kontakt zu kommen. Ich erlebe, wie daraus neue Möglichkeiten entstehen, mit uns selbst und anderen in Beziehung zu sein.
Ich möchte zu einer Kultur beitragen, in der wir diese inneren Prozesse ernst nehmen und ihnen Raum geben – damit wir nicht nur besser miteinander auskommen, sondern uns tiefer begegnen können.