mit Dolores Richter und Sucha G.Wolters
Moderieren und Raumhalten für eine vertiefte Verständigung in einer komplexen Zeit
Moderation findet überall im Leben statt. Ob für zwei Menschen, für kleine oder große Gruppen: unser Anliegen ist, Gesprächsräume so zu moderieren, dass eine vertiefte Verständigung stattfinden kann. Wir wollen komplexe Inhalte abbilden können, und wir wollen die anwesenden Menschen in ihrer Ganzheit erfassen – sowohl ihr inhaltliches Anliegen, als auch ihre Motivation und ihr Befinden.
Wenn Kommunikation gelingt, fühlen Menschen sich gehört, gesehen und verstanden. Es entsteht ein gemeinsamer Raum, Resonanz und Kreativität.
Was sind die Zutaten, damit das entstehen kann?
Wesentlich sind: Unsere Werte und Ausrichtung, die Qualität des Sprechens und Zuhörens, der Kontext der Gruppe und die Qualität der Moderation. Es braucht auch die Fähigkeit zu subtiler Wahrnehmung und ein Gefühl für die Bedeutung des Nervensystems im Moderationskontext.
Eine große Rolle spielt auch, wie die Moderation Werte, Qualität und Ausrichtung verkörpert.
Daher ist im Kurs neben Wissenstransfer und Moderationsübungen die Person des Moderators/der Moderatorin im Zentrum unserer Aufmerksamkeit: was ist ihr innerer Auftrag? Welche Themenfelder sind ihr vertraut, welche meidet sie? Wie steht sie zu Leitung und Loslassen, wie zu Autorität und Führung zu übernehmen?
Wir vermitteln keine klassischen Moderationstechniken, vielmehr verbinden wir Moderationswissen mit Raumwahrnehmung. Wir erkunden Intuition und unsere Anbindung an den inneren Auftrag. Wie ist es gleichzeitig in die Gruppe und in den Kontext der Gruppe zu lauschen? Wie gelingt es Autorität zu verkörpern und je nach Situation und Auftrag entscheiden zu können, wie richtunggebend wir sie einsetzen.
Kern unseres Seminars ist
- der Innenraum des Moderators oder Moderatorin
- ihre Person, ihre Werte, ihre Schattenaspekte, ihre Motivation
Wie halten wir Fokus und Ausrichtung und ermöglichen gleichzeitig einen flüssigen Gesprächsverlauf?
Wie entsteht Verbindung, auch in der Kontroverse?
Welche Haltungen, Werte und Rollen sind im Gesprächsprozess von Bedeutung?
Wie fühlen wir das übergeordnete Ganze?
Wie beteiligen wir Körperwahrnehmung und Fühlen?
Welche Bedeutung haben Nervensysteme und ihre Regulation in Gruppen?
Wer sind wir als Leiter*innen? Was fällt uns leicht, wovor fürchten wir uns?
Wie nehmen wir die volle Verantwortung und lassen sie gleichzeitig beim Kreis?
Methoden:
Teachings, Werte- und Kontextvermittlung, Wahrnehmungsübungen, Körperpräsenz, Moderationsübungen mit Feedback, Nature Walk, Forum
Wir freuen uns über alle Menschen, die Gruppenkommunikation weiterentwickeln wollen. Teilnehmende an der Transforumausbildung profitieren von oben genannten wesentlichen Haltungen, die für Moderation und Forum gleichermaßen gelten. Gleichzeitig erfahren sie die Unterscheidung von Moderations- und Forumsanliegen und wie sie navigiert werden können.
Daher ist dieses Seminar Grundlagenkurs in der Transfor(u)m – Ausbildung, ist aber auch in sich stimmig und einzeln buchbar.
Wo Absicht und Ausrichtung mit Leere und Loslassen zusammenkommen, kann Neues entstehen
Infos zur Forumsausbildung „Transfor(u)m“
Transfor(u)m ist eine im ZEGG entwickelte zweijährige Gemeinschaftsausbildung incl. Forumsleitungstraining. Die Ausbildung besteht aus verschiedenen Modulen.
Grundkurse: "Forum-Basiskurs“, Essenzen des Forum zu Liebe,Lust,Beziehung", "Moderationskunst"
Aufbaukurse: In einer verbindlichen Gruppe wird Forumsleitung vermittelt und unter Supervision angewandt. Dies beinhaltet drei Wochenkurse (Forumsleitung 1–3) sowie zwischen „Forumsleitung 2“ und „Forumsleitung 3“ eine begleitete Praxiszeit in regionalen Leitungsgruppen.
Infos und Anmeldung zur gesamten ForumsAusbildung
Kontakt Gesamtausbildung: Michael Anderau, Tel +49 (0)163 873 50 26 (Signal, Telegram, SMS)